Periimplantitis erfolgreich vorbeugen und behandeln

Immer mehr Patienten entschieden sich in den letzten Jahren für ästhetischen, komfortablen Zahnersatz auf Implantaten. Parallel zu deren wachsender Verbreitung häuften sich auch Fälle von Periimplantitis. Sie führt in ihrem Verlauf zu einem Knochenabbau um die Implantate herum, die sich dadurch lockern und in Folge ausfallen können. Dies ist der sog. Implantatverlust. Ursächlich ist – wie bei der Parodontitis, der Zahnbetterkrankung an natürlichen Zähnen – in der Regel eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnhalteapparates.  Der drohende Verlust beginnt am Zahnfleisch oft ohne typische Anzeichen wie Schmerzempfindlichkeit oder Zahnfleischbluten, bevor sie durch entzündlichen Zahnfleischrückgang schnell den Kieferknochen angreift. Periimplantitis verläuft oft schleichend ohne für Patienten klar erkennbare Symptome. Darin liegt die Gefahr nicht rechtzeitig diagnostiziert zu werden. Deswegen ist es bei Implantaten ganz besonders wichtig, regelmäßige Termine zur Kontrolle und Periimplantitis-Prophylaxe einzuhalten.

Behandlung bei Periimplantitis

Wie bei anderen Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen gilt hier ebenso: Je früher die Diagnose erfolgt, desto höher sind die Chancen für eine erfolgreiche Rettung und Erhalt. Bei der Periimplantitis erhält dieser Grundsatz besondere Bedeutung, da sie schneller als beispielsweise die Parodontitis verläuft. Selbst bei erfolgreicher Einheilung reagiert das Immunsystem um das Implantat auf die bakteriellen und entzündlichen nicht so schützend wie beim eigenen Zahn.

Wo eine Periimplantitis erkannt wird, beginnt die Therapie zunächst mit einer Beseitigung der Infektion. Dazu kommen über einige Wochen verschiedene Spüllösungen zum Einsatz und das Implantat wird zusätzlich mit einer professionellen Reinigung von allen bakteriellen Ablagerungen und Reizfaktoren befreit. Hierzu bietet sich die Laserbehandlung als sanfte, effektive und Antibiotika freie, moderne Therapie an.

Jede Periimplantitis-Behandlung in der Praxis fällt letztlich individuell abgestimmt auf Ihr Implantat aus. Ganz wichtig ist jedoch Ihre häusliche Unterstützung für den Therapieerfolg. So gilt es, parallel die häusliche Zahn- und Implantatpflege mit unserer Unterstützung und individualisierten Anleitung zu verbessern. Im Zuge einer antibakteriellen Behandlung benötigt auch das restliche Gebiss eine gründliche Reinigung, um ein Übergreifen der Bakterien auf das Implantat zu verhindern. Zuletzt müssen auch Periimplantitis begünstigende Faktoren erkannt werden. Zum Beispiel Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, persönliche Entzündungsgenetik, die Einnahme bestimmter Medikamente oder Tabakkonsum. Nur unter Einbeziehung solcher weiteren Aspekte kann eine Periimplantitis-Therapie am Ende langfristig erfolgreich verlaufen. Wir, Zahnarztpraxis Dr. Raschke in Kempten, kümmern uns um Ihre Zahngesundheit und sind bei Fragen jederzeit für Sie da!