Knochenersatzmaterial – biologisch, verträglich, körpereigen und ohne Operation: Das „Smart-Grinder“-System

Knochenersatzmaterial – biologisch, verträglich, körpereigen und ohne Operation: Das „Smart-Grinder“-System | Zahnarzt KemptenIn unserem Ratgeber „Knochenaufbau: Vorteile und Risiken‘‘ vom 16. August 2017 wurden die Anforderungen an Knochenersatzmaterialien und deren Risiken beschrieben. Auch die Gewinnung von körpereigenem Knochen über ein weiteres Operationsfeld wurde besprochen.

Gibt es ein Knochenaufbauverfahren mit folgenden Eigenschaften?

  • Biologisch
  • Körpereigen
  • 100 Prozent verträglich
  • Kein Material von Tier oder einem anderen Menschen
  • Ohne Operation zur Knochengewinnung.

Ja – das Verfahren wurde von Professor Itzhac Bindermann, dem „Knochenpapst“, entwickelt und nennt sich „Smart Grinder“ System.

Wie wird das Material gewonnen?

Gewonnen wird das Material von einem Ihrer eigenen Zähne, der nicht mehr zu erhalten war, beispielsweise einem Weisheitszahn, oder einem anderen Zahn, der aus kieferorthopädischer Erwägung gezogen wurde. Jeder Zahn ist wertvoll. Auch über viele Jahre gelagerte Zähne sind geeignet.

Wie wird das körpereigene Knochenersatzmaterial hergestellt?

Knochenersatzmaterial – biologisch, verträglich, körpereigen und ohne Operation: Das „Smart-Grinder“-System | Zahnarzt Kempten

Der frisch entfernte Zahn beziehungsweise der bereits über viele Jahre gelagerte Zahn wird vor- und aufbereitet und dann in einem nur für Sie verwendeten, sterilen Einmal-Mahlwerk definiert zerkleinert. So entsteht ihr ganz persönliches Knochen-Granulat

Können auch wurzelbehandelte Zähne verwendet werden?

Ja – durch ein spezielles Aufbereitungsverfahren werden Verunreinigungen und mögliche Endotoxine vom wurzelgefüllten Zahn sicher entfernt.

Muss das Ersatzknochengranulat mit einer Membran abgedeckt werden?

Das in den Knochendefekt eingebrachte Ersatzmaterial muss nicht mit einer Kollagenmembran, welche vom Tier gewonnen wurde, abgedeckt werden. Auch hier besteht keinerlei Gesundheitsrisiko. Ein klarer Vorteil.

Was passiert mit dem Zahngranulat?

Knochenersatzmaterial – biologisch, verträglich, körpereigen und ohne Operation: Das „Smart-Grinder“-System | Zahnarzt Kempten

Das Ersatzmaterial wird langsam zu echtem, sehr stabilen Eigenknochen umgebaut. Bei herkömmlichen Ersatzstoffen passiert das nicht in jedem Fall, jedoch kann ohne Wartezeit gleich implantiert werden.

Kann man den Knochen nach einer Zahnentfernung konservieren und dem Knochenschwund vorbeugen?

Es ist bekannt, dass der Knochen nach einer Zahnentfernung innerhalb kurzer Zeit kollabiert. Er wird schmäler und verliert an Höhe. Hier macht es Sinn, das körpereigene Ersatzmaterial vorbeugend in die Wunde einzubringen, um den Knochen für eine spätere Implantation zu konservieren. Der Vorteil ist, dass dann guter Knochen vorhanden ist, aber auch die Kosmetik an einer Implantatkrone oder an einem Brückenglied wird deutlich schöner. Das Verfahren nennt sich „socket preservation“ und ist eine knochenerhaltende, vorbeugende Maßnahme.

Jeder Zahn ist wichtig! Passen Sie auf Ihre Zähne auf und heben Sie Ihre Zähne auf!

Interessieren Sie sich für Zahnimplantate oder möchten Sie „einfach so“ dem Knochenschwund nach Zahnverlust vorbeugen? Gerne berät Sie Ihr Zahnarzt in Kempten, Dr. Hans-Jürgen Raschke. Vereinbaren Sie einen Termin, wir freuen uns auf Sie!